Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei entsteht ein sozial-ökologisches Quartier, das neue Formen des Zusammenlebens erprobt und Stadt und Landschaft eng miteinander verbindet. Das Konzept versteht die Stadt als Teil der Natur – als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen – und entwickelt daraus ein vielfältiges, gemeinschaftlich genutztes Quartier mit öffentlichen Angeboten und starken Bezügen zur Nachbarschaft.
Die städtebauliche Struktur knüpft bewusst an den Bestand an und entwickelt dessen bauliche und landschaftliche Qualitäten weiter. Die vorhandene urbane Wildnis wird erhalten, differenziert weiterentwickelt und durch neue Nutzungen ergänzt. So entsteht ein Freiraumsystem mit hoher ökologischer Vielfalt und vielfältigen Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten – von offenen Gärten und Plätzen bis zu gemeinschaftlich genutzten Gewächshäusern als überdachte Freiräume.
Ein zentrales Freiraumband bildet das Rückgrat des Quartiers und verbindet Wohnen, Pflege, Bildung, Arbeiten und gemeinschaftliche Nutzungen. Die Bebauung ist in klar abgestuften Öffentlichkeitsgraden organisiert und ermöglicht ein enges Nebeneinander von privaten, gemeinschaftlichen und öffentlichen Räumen.
Das Quartier ist als Schwammstadt konzipiert: Regen- und Grauwasser werden vor Ort gesammelt, gereinigt und wiederverwendet. Ein autoarmes Mobilitätskonzept, die Öffnung zum umliegenden Wegenetz sowie innovative baubotanische Strukturen prägen den nachhaltigen und experimentellen Charakter des Projekts.